Schützenverein
Wagenfeld Neustadt
gallery/backgroundheader

Im Jahre 1925 beschlossen Konrad Estermann, Hermann Immoor, Karl Köster, Georg Logemann und Ernst Spreen, die alle bei Karl Wemmel auf dem Pustel arbeiten, in Neustadt eine Schießgruppe zu gründen. Daraufhin wurden Unterschriften für die Neugründung gesammelt.

Auf der Gründungsversammlung im Gasthaus Trümpler wurde dann Wilhelm Spreen zum 1. Vereinsvorsitzenden des Schützenvereins Wagenfeld-Neustadt gewählt. Erster Schießwart des Vereins wurde Ernst Spreen, Otto Hake wurde erster Kommandeur.

Da man sich dem Schießsport widmen wollte, baute man den ersten Schießstand in Finkenstädts Busch. Dazu wurde ein ca. 100 Meter langer Graben ausgehoben, der als Schießbahn verwendet wurde.

Die Treffer wurden damals noch von Hand mit einem Schild angezeigt. Es wird heute noch erzählt, dass die Hilfskräfte, die die Treffer abgelesen haben, untereinander beratschlagten, wen sie durch ihre Trefferanzeige zum neuen König machen wollten. Diese Aussage kann aber nicht belegt werden.

Das erste Gewehr das aus Holz angefertigt wurde, stiftete seinerzeit Willi Fieseler. Der Schießstand wurde bis zu den Kriegsjahren genutzt.

gallery/koenigfschu1

Vereinsgeschichte

Die Vereinsmitglieder errichteten im Jahre 1927 an der Sulinger Straße ein Kriegerdenkmal zu Ehren der gefallenen Helden des 1.Weltkrieges 1914-1918. Das Grundstück für das Denkmal spendete die Familie Cording 2/3 aus Neustadt. Die Einweihung fand am 23. Oktober 1927 statt. Es folgten die Kriegsjahre, in denen die Vereinstätigkeit bis auf wenige Ausnahmen ruhte.

Erst 1948 wurde der Verein wieder lebendig. Das Schießen mit Feuerwaffen war nach dem Krieg noch verboten, so dass man dazu überging, auf dem Schulhof der Neustädter Schule mit Armbrüsten zu schießen. Einige Jahre später wurde der Schießstand an der Neustädter Straße errichtet. Die Vereinsführung nach dem Krieg lag in den Händen von Lehrer Walter Geburek. Ihm folgten Johann Bünte und Fritz Cording als Vorsitzende, bevor Reinhard Hake das Amt 1974 übernahm.

Die erste Vereinsfahne wurde 1927 angeschafft. Diese wurde von Ernst Finkenstädt gestiftet und kostete 500 Reichsmark.  Erste Fahnenträger waren Wilhelm Immoor (Jan sein Kaiser), Friedrich Quante und Wilhelm Finkenstädt (Buskens Willi). Die neue Vereinsfahne wurde anlässlich des 50-jährgen Jubiläums im Jahre 1975 angeschafft. Die Fahnenweihe wurde zusammen mit der Jubiläumsveranstaltung mit einer Vielzahl von Gastvereinen durchgeführt.

Im Jahre 1975 wurde auch die Damenschießgruppe des Vereins gegründet, da die Hauptversammlung im Januar beschloss, auch Frauen im Verein aufzunehmen.

gallery/koenigabruegg

Ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war sicherlich die Ausrichtung des Kreiskönigstreffens im Jahr 1990. Über 2000 Schützen aus annährend 50 Vereinen versammelten sich auf dem Festplatz an der Neustädter Straße, um ein stimmungsvolles Fest zu feiern. Bereits Wochen vorher wurden die Schießveranstaltungen mit 100 Schießgruppen aus 30 Vereinen reibungslos durchgeführt, obwohl der damalige Vorsitzende Friedrich Paulussen ausführte, dass die Schießhalle für Großveranstaltungen dieser Art nicht geeignet sei.

Im Jahr 1996 ging ein lang ersehnter Wunsch des Schützenvereins in Erfüllung. Durch Spenden, Sonderbeiträge der Mitglieder und in Eigenleistung wurden neue Toilettenanlagen an der Schießhalle errichtet, die rechtzeitig zum Schützenfest im August fertiggestellt wurden.

gallery/fahnealt

Vereinsfahne 1927 - 1975

gallery/fahenneu

Vereinsfahne 1975 - Heute